Für Neubesucher
Häufige Fragen
Zum ersten Mal in einer heiligen Messe im traditionellen Römischen Ritus? Dann haben Sie vermutlich Fragen. Hier stehen die Antworten, die wir am häufigsten geben — offen, ohne Vorbedingungen und in der Reihenfolge, in der sie meist gestellt werden.
- Sie können einfach kommen. Keine Anmeldung, kein Eintritt.
- Sie müssen nichts können. Kein Latein, keine Vorkenntnisse.
- Wir sind katholisch — mit Rom. Eine Pfarrei des Bistums Chur.
Zuerst das Wichtigste
Bevor Sie das erste Mal kommen
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Stehen Sie in voller Gemeinschaft mit Rom?
Ja — ohne jede Einschränkung. Wir sind eine Personalpfarrei des Bistums Chur: Bischof Vitus Huonder hat sie am 22. Februar 2012 für den Kanton Zürich errichtet. Die Seelsorge ist der Priesterbruderschaft St. Petrus anvertraut, einer 1988 gegründeten und von Papst Johannes Paul II. anerkannten Gemeinschaft katholischer Priester.
In jeder heiligen Messe beten wir namentlich für den Papst und für unseren Bischof. Unsere Sakramente sind gültig und erlaubt, und wer sonntags bei uns die heilige Messe mitfeiert, erfüllt damit seine Sonntagspflicht. Wir feiern die Liturgie in ihrer älteren Form nicht als Abgrenzung, sondern weil dieser Schatz der ganzen Kirche gehört und weitergegeben werden soll. Mehr dazu unter Über uns.
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Kann ich einfach so kommen?
Ja. Es gibt keine Anmeldung, keinen Eintritt und keine Begrüßung, die Sie über sich ergehen lassen müssten. Kommen Sie ein paar Minuten vor Beginn, nehmen Sie irgendwo Platz — auch weiter hinten, das ist völlig in Ordnung — und feiern Sie mit, so weit Sie können.
Wenn Sie mögen, sprechen Sie den Pfarrer nach der Messe an. Wenn Sie lieber erst einmal nur schauen möchten, ist das genauso richtig.
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Ich bin nicht katholisch — oder war lange nicht mehr in der Kirche. Darf ich trotzdem kommen?
Herzlich gern. Zur heiligen Messe ist jeder eingeladen, der beten, hören oder auch nur einmal schauen möchte.
Zur heiligen Kommunion gehen katholische Gläubige, die im Stand der Gnade sind. Wer nicht kommuniziert, bleibt einfach im Platz — das fällt niemandem auf und ist nichts Peinliches. Wenn Sie den Weg zurück zu den Sakramenten suchen: Unser Pfarrer nimmt sich für ein Gespräch und für die Beichte Zeit.
Die heilige Messe
Was in der Kirche geschieht
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Wie läuft eine heilige Messe im traditionellen Ritus ab?
Der Priester steht mit der Gemeinde in dieselbe Richtung gewandt — zum Altar und zum Kreuz hin. Vieles wird gesungen, manches leise gebetet; es gibt lange Momente der Stille, besonders um die Wandlung. Diese Stille ist kein Aussetzer, sondern der Kern der Feier.
Wir haben den Ablauf ausführlich beschrieben — mit Hinweisen zum Schauen, Hören und Lesen und einer Buchliste zum Mitbeten: Traditioneller Römischer Ritus.
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Wie lange dauert eine heilige Messe?
Die feierliche Sonntagsmesse dauert bei uns rund 80 Minuten, mit Gesang und Predigt. Werktagsmessen sind deutlich kürzer.
Sonntags beginnt vorher um 16.00 Uhr die Sakramentsandacht mit Beichtgelegenheit und Rosenkranz, die heilige Messe dann um 17.00 Uhr. Alle Zeiten und Orte stehen unter Messen & Zeiten.
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Ich verstehe kein Latein. Kann ich überhaupt mitfeiern?
Ja. Niemand muss Latein können — auch die meisten von uns haben es nicht in der Schule gelernt. Lesung und Evangelium werden auf Deutsch vorgetragen, und die Predigt ist ebenfalls auf Deutsch.
Zum Mitbeten gibt es zweisprachige Messbücher mit dem lateinischen Text und der deutschen Übersetzung Seite an Seite; die gängigen Ausgaben finden Sie unter Bücher. Und wenn Sie beim ersten Mal gar nichts mitlesen, sondern nur schauen und beten: Das ist ein guter Anfang.
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Welches Büchlein nehme ich in die Hand?
Bei den Eingängen liegen die roten Heftchen „Ordo Missæ" — nehmen Sie eines mit an Ihren Platz. Darin stehen die gleichbleibenden Teile der heiligen Messe, lateinisch und deutsch nebeneinander, sowie alle Lieder. Damit können Sie vom ersten Mal an mitbeten und mitsingen.
Was von Tag zu Tag wechselt — Lesung, Evangelium und die Gebete des Tages — ist in diesem Heft nicht enthalten. Wer auch das mitlesen möchte, verwendet ein Volksmissale oder einen Schott; die gängigen Ausgaben finden Sie unter Bücher.
Die blauen Bücher „Pfarrgottesdienst" in den Bänken brauchen Sie bei uns nicht: Sie gehören zum neuen Ritus und passen nicht zu unserer Liturgie.
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Wann muss ich stehen, knien oder sitzen?
Schauen Sie einfach auf die Leute um Sie herum — und lassen Sie sich Zeit. Niemand nimmt Anstoß daran, wenn Sie einen Moment später aufstehen oder im Zweifel sitzen bleiben. Das lernt man in zwei, drei Besuchen von selbst.
Auf den ersten Seiten des roten Heftchens „Ordo Missæ" ist zudem übersichtlich erklärt, wann die Gemeinde steht, kniet und sitzt — ein Blick dorthin vor der Messe nimmt die Unsicherheit.
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Wie empfange ich die heilige Kommunion?
Die heilige Kommunion wird kniend an der Kommunionbank und auf die Zunge gespendet. Wer mag, faltet die Hände; sagen müssen Sie nichts.
Voraussetzung sind der katholische Glaube, der Stand der Gnade und die eucharistische Nüchternheit — eine Stunde vor dem Empfang nichts essen und trinken (Wasser und Medikamente ausgenommen). Wer nicht kommuniziert, bleibt einfach im Platz.
Kleidung und Umgangsformen
Wie man sich hier gibt
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Was soll ich anziehen?
Wir haben keine Kleiderordnung, an der wir jemanden messen würden. Aber es lohnt sich, kurz darüber nachzudenken, denn Kleidung ist nie nur Stoff: Sie zeigt, was uns ein Ort bedeutet. Wir treten hier vor den lebendigen Gott — und viele möchten das auch äußerlich sichtbar machen und kommen etwas festlicher, als sie sonst durch den Tag gehen. Das ist keine Vorschrift, sondern Ihr eigener Ausdruck von Würde und Ehrfurcht.
Wichtiger ist uns aber, dass Sie kommen. Wer direkt von der Arbeit, vom Zug oder vom Berg hereinkommt, ist genauso willkommen — an unserer Tür wird niemand gemustert.
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Müssen Frauen den Kopf bedecken?
Nein, das ist bei uns keine Bedingung — Sie sind ohne Kopfbedeckung genauso willkommen.
Manche Frauen tragen einen Schleier, ein Tuch oder einen Hut, weil sie ihre Ehrfurcht vor dem Allerheiligsten gern auch äußerlich ausdrücken. Wenn Sie das schätzen, sind Sie herzlich dazu eingeladen; wenn nicht, fehlt nichts.
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Wir kommen mit kleinen Kindern. Ist das ein Problem?
Im Gegenteil — Kinder gehören in die Kirche, und unsere Pfarrei ist jung und familienreich. Kindergeräusche sind bei uns normal; niemand schaut böse.
Praktischer Tipp fürs erste Mal: ein Platz näher am Ausgang macht das Hinausgehen und Wiederkommen leichter.
Praktisches
Anfahrt, Beichte, Sakramente
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Wie finde ich die Kirche?
Unsere Pfarrkirche ist Herz-Jesu in Zürich-Oerlikon, Schwamendingenstrasse 55. Vom Bahnhof Oerlikon sind es rund zehn Minuten zu Fuß, mit Bus 75 ab „Sternen" bis „Dorflinde" oder „Friedacker".
Eine Karte und alle weiteren Orte — Hauskapelle Thalwil und Wallfahrtskirche St. Antonius Egg — finden Sie unter Anfahrt.
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Wann ist Beichtgelegenheit?
Sonntags während der Sakramentsandacht vor der heiligen Messe, montags und freitags von 18.00 bis 18.45 Uhr, in Thalwil jederzeit nach Vereinbarung. Hausbesuche, Seelsorgsgespräche und Krankenkommunionen sind jederzeit möglich.
Die Zeiten stehen zusammen mit allen Gottesdiensten auch unter Messen & Zeiten.
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Kostet der Besuch etwas?
Nein. Während der heiligen Messe wird eine Kollekte eingesammelt, mit der die Pfarrei ihre Aufgaben trägt — geben Sie, was Sie möchten, oder lassen Sie den Korb weitergehen.
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Können Taufe, Erstkommunion, Firmung oder Trauung bei uns im traditionellen Ritus gefeiert werden?
Ja, die Sakramente werden bei uns im traditionellen Römischen Ritus gespendet, ebenso die Katechese für Kinder und Erwachsene. Sprechen Sie den Pfarrer an oder schreiben Sie uns — dann besprechen wir alles Weitere persönlich.
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Muss ich meine Wohnortpfarrei verlassen?
Nein. Eine Personalpfarrei vereint Gläubige nicht nach dem Wohnort, sondern nach dem liturgischen Ritus; Ihre kirchensteuerliche Mitgliedschaft in der Wohnortpfarrei bleibt unberührt.
Wer sich bei uns heimisch fühlt, kann seine Zugehörigkeit zusätzlich schriftlich erklären — freiwillig und jederzeit: Erklärung der Zugehörigkeit.
Noch eine Frage?
Fragen Sie einfach
Was hier nicht steht, beantworten wir gern persönlich — vor der Messe, nach der Messe oder per E-Mail. Es gibt keine Frage, die zu klein oder zu spät wäre.